Einsatz Nr. 22/2011: Wohnhausbrand in Hagenohsen!

Schwelbrand in Fachwerkhaus - Heizöltank fast durchgebrannt - acht Feuerwehren im Einsatz!

Um 5:58Uhr war die Nacht für die Feuerwehren Hagenohsen und Kirchohsen zu Ende. Zwei Zeitungsausträgerinnen hatten beim Zustellen der Dewezet eine Rauchentwicklung am Dach eines Fachwerkhauses an der Hagenohsener Straße entdeckt. Die beiden aufmerksamen Damen alarmierten unverzüglich die Feuerwehr und weckten die Bewohner des alten Hauses.

Als die ersten Kräfte um Einsatzleiter Phil Kreibaum den Einsatzort in der Morgendämmerung erreichten, schlug ihnen dichter Rauch entgegen, der dem ersten Eindruck nach aus einem Anbau hinter dem Fachwerkhaus kam. Ein Trupp unter Atemschutz wurde daher zur Erkundung in den Anbau geschickt. Sicherheitshalber wurde ein weiterer Trupp zur Erkundung in das Haupthaus geschickt. Dieser meldete nach kurzer Zeit über Funk: "Hier platzen schon die Fliesen von der Wand!"

Daraufhin wurde die Alarmstufe "Feuer2" nachalarmiert - in Emmern und Voremberg heulten die Sirenen.

Da der Brandherd auch aufgrund der dichten Nachbarbebauung zu vielen Seiten abgeriegelt werden musste, und ein Schwelbrand in einem Fachwerkhaus einen umfangreichen Atemschutzeinsatz nach sich zieht, wurde schließlich um 6:34Uhr die Alarmstufe "Feuer3" ausgelöst. Jetzt wurden auch die Feuerwehren Ohr, Latferde und Börry alarmiert. Zusätzlich wurde die Drehleiter aus Hameln und ein Statiker angefordert!

Die neue Drehleiter der Feuerwehr Hameln hat ein Knickgelenk, mit welchem man gut den Bereich zwischen den dicht stehenden Häusern von oben erreichen konnte. Vom Korb der Drehleiter aus wurde ein Teil des Daches des Anbaus abgedeckt.

Die im Gebäude eingesetzten Kräfte legten nach und nach das gesamte betroffene Fachwerk über zwei Etagen frei. Hierzu mussten Wände und Decken mit Axten und Bohrhammern geöffnet werden. Bei dieser Maßnahme entdeckten die vorgehenden Einsatzkräfte plötzlich einen Heizöltank, der bereits angeschmort war.

Umgehend wurden Messungen eingeleitet, um sicherzustellen, dass sich in dem Gebäude keine gefährlichen Gas-Luft-Gemische gebildet haben. Außerdem wurde der Tankwagen von der FTZ angefordert, mit welchem das Heizöl hätte abgesaugt werden können. Als jedoch die Saugleitung aufgebaut war, stellte sich heraus, dass der Tank noch intakt war.

Die teilweise stark abgebrannte Fachwerkstruktur wurde zwischendurch von einem Statiker beurteilt, um eine unnötige Gefährdung der Einsatzkräfte durch Einsturz von Gebäudeteilen zu vermeiden. Weitere Probleme gab es jedoch nicht mehr. Als das Fachwerk freigelegt war, konnte schnell "Feuer aus" gemeldet werden. Die Feuerwehr Hagenohsen übernahm die Brandwache.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen sollen am Vortag Lotarbeiten im betroffenen Bereich stattgefunden haben.

Für die beiden Zeitungsausträgerinnen war es bereits das zweite Mal, dass sie in der Hagenohsener Straße durch ihre große Aufmerksamkeit einen Feuerwehreinsatz einleiteten: Am 2. Mai 2007 konnten sie dem Bewohner eines anderen Hauses leider nicht mehr helfen. Dieses Mal jedoch haben sie durch  ihr schnelles Handeln verhindert, dass jemand bei dem Großbrand zu Schaden kam.

Eingesetzte Fahrzeuge: LF 16, ELW1, TLF16/25, RW 2, GW-AS, MZW-SL, TW7/2

weitere Feuerwehren: FF Hagenohsen, FF Emmern, FF Voremberg, FF Ohr, FF Latferde, FF Börry, Feuerwehr Hameln (DLAK)

Einsatzdauer: 5 Stunden

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