Einsatz Nr. 10/2009: Betriebsunfall in Forschungsinstitut

Silangas unkontrolliert ausgetreten - Gasfackel verbrennt Teile der Dachverkleidung!

Zu einem Brand des Flachdaches eines Forschungsinstituts in Ohr wurden am Montag, den 2. Februar um 9:16Uhr die Feuerwehren Ohr, Kirchohsen und die Drehleiter der Feuerwehr Hameln alarmiert. Beim Eintreffen vor Ort stellte sich schnell heraus, daß das Feuer bereits erloschen war. Bei der näheren Erkundung wurden verkohlte Teile der Dachverkleidung entdeckt, welche sich im Bereich eines Abluftrohres befanden. Da alle Elemente aus schwer entflammbarem Material bestanden und das Feuer bereits erloschen war, war die Ursache offenbar bereits beseitigt.
Nach Rücksprache mit einem verantwortlichen Mitarbeiter, stellte sich heraus, dass es offenbar durch einen technischen Defekt zu einem Betriebsunfall gekommen war, bei dem Silangas innerhalb einer Maschine zur Herstellung von Solarzellen unkontrolliert in das Abluftrohr ausgetreten war. Da Silan an der Luft selbstentzündlich ist, verbrannte es direkt an der Austrittsöffnung des Abluftrohres im Dachbereich. Da es nicht in die Betriebsräume austrat, bestand keine Gefahr für die vorsorglich evakuierten Mitarbeiter. Auch für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, da das Gas an der Luft verbrennt und als Reaktionsprodukt lediglich Quarzstaub übrig bleibt.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen und zur technischen Unterstützung das Gewerbeaufsichtsamt eingeschaltet. Erst wenn dieses den Fehler gefunden, beseitigt und seine Zustimmung gegeben hat, darf die Anlage wieder in Betrieb genommen werden.


Eingesetzte Fahrzeuge:
LF 16, TLF 16/25, ELW 1, TSF-W (FF Ohr), DLK 23/12 (Feuerwehr Hameln)

Einsatzdauer: 45 Minuten