Einsatz Nr. 56/2005: Zimmerbrand

Zimmerbrand am 2. Weihnachtsabend! - Ein Bewohner zur Beobachtung im Krankenhaus! - Löschzug bei der Anfahrt behindert!

Nachdem das Weihnachtsfest fast (wie in den vergangenen Jahren auch) ohne Einsätze für die Feuerwehr Kirchohsen zu Ende gegangen wäre, piepten am 2. Weihnachtstag um 20:29Uhr dann doch noch die Meldeempfänger.
Gemeldet wurde ein Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus - es sollten sich noch Personen im Gebäude befinden!
Probleme bereitete bereits die Anfahrt zur Einsatzstelle in der Neuen Straße, da einerseits durch die extreme Straßenglätte nur sehr langsam gefahren werden konnte und andererseits durch eine gedankenlose Parkweise eines PKW-Fahrers die Durchfahrbreite nur wenige Zentimeter breiter war, als die Fahrzeuge des Löschzuges.

Am Einsatzort eingetroffen war ein verqualmter Raum im 1. Obergeschoß zu erkennen. Ein Trupp unter Atemschutz ging umgehend mit einer Kübelspritze in die Wohnung, um die Personen zu suchen.

Da die übrigen Hausbewohner den Ernst der Lage (auch das Treppenhaus war bereits leicht verraucht) noch nicht erkannt hatten, veranlasste Einsatzleiter Michael Niehus umgehend eine Räumung des gesamten Gebäudes. Einige Personen standen sogar in der obersten Etage des verrauchten Treppenhauses am geschlossenen Fenster und beobachteten das Einsatzgeschehen.
Die Bewohner der betroffenen Wohnung waren allesamt wohlauf und wurden von Einsatzkräften nach draußen begleitet. Einer hatte das Feuer bereits mit einem Feuerlöscher und einem Eimer Wasser ersticken können. Da er hierbei Brandrauch eingeatmet hatte, wurde er vorsorglich von der Besatzung eines DRK-Rettungswagens ins Krankenhaus nach Hameln gebracht.
Der Angriffstrupp löschte letzte Glutnester mit ein paar Litern Wasser aus der Kübelspritze ab. Im dem Zimmer hatten zwei Möbelstücke gebrannt.

Währenddessen wurde mit Hilfe eines Überdrucklüfters zunächst das Treppenhaus und anschließend die betroffene Wohnung entraucht. Danach durften die Anwohner ihre Wohnungen wieder betreten.

Fazit des Einsatzes: Dieser Einsatz zeigte einmal mehr, wie schnell ein gedankenlos abgestelltes Fahrzeug zu einer wirklichen Gefahr werden kann. Ein paar Zentimeter weniger und der Löschzug hätte einen großen Umweg fahren müssen, wobei er viel Zeit verloren hätte, die unter Umständen jemand in Lebensgefahr gebracht hätte.
Denken Sie also beim Parken immer daran, die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Durchfahrbreite von mindestens drei Metern für Einsatzfahrzeuge frei zu halten.

Ihre Feuerwehr Kirchohsen

Eingesetzte Fahrzeuge: LF 16, ELW 1, TLF 16/25, RW 2

Einsatzdauer: 1 Stunde