Einsatz Nr. 48/2005: Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

20jährige lebensgefährlich verletzt,
Hubschrauber mit Triebwerkschaden ausgefallen!

Am Mittwoch, den 7. Dezember befuhr eine junge Frau (20) aus Bodenwerder die Strecke von Grohnde nach Welsede. Kurz hinter der Abzweigung nach Lüntorf kam sie mit ihrem Mazda aus noch ungeklärter Ursache von der Straße ab und prallte mit der Fahrerseite gegen einen Straßenbaum.

Bereits der erste Notruf ließ darauf schließen, dass die Fahrerin in ihrem PKW eingeklemmt worden war. Da es außerdem hieß, das Fahrzeug solle brennen, wurden um 12:35Uhr die Feuerwehren Kirchohsen und Grohnde alarmiert. Außerdem wurden zwei Rettungswagen aus Emmerthal und Hameln sowie der Notarzt aus Hameln zum Einsatzort geschickt.


 

Als erste Einsatzkraft traf Ortsbrandmeister Kay Leinemann an der Unfallstelle ein. Dieser bestätigte zwar, dass die Fahrerin ab dem Becken abwärts eingeklemmt war, jedoch war aus dem Kühler nur Wasserdampf ausgetreten, welcher versehentlich für Brandrauch gehalten wurde.

Da die umliegenden Krankenhäuser über keine geeigneten freien Intensivbetten mehr verfügten, wurde unmittelbar nach dem Eintreffen des ersten Rettungswagen vom Einsatzleiter ein Rettungshubschrauber (RTH) angefordert.
Während sich die Einsatzkräfte mit der medizinischen Versorgung der Patientin und deren Befreiung befassten, versuchte Disponent Thomas Ebeling in der Einsatzleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst einen Hubschrauber zu bekommen, was jedoch problematischer war als allgemein üblich.

Der in Hannover stationierte RTH "Christoph 4" war bereits im Einsatz. Der ebenfalls in Hannover stationierte Intensiv-Transporthubschrauber "Christoph Niedersachsen" erhielt daraufhin den Einsatzbefehl. Dieser blieb jedoch beim Start aufgrund eines Triebwerkschadens liegen. Daraufhin fragte Ebeling beim RTH "Christoph 13" in Bielefeld nach. Dieser  machte sich umgehend auf den Weg nach Lüntorf und kam dann auch planmäßig an.

Währenddessen hatten die Kirchohsener Einsatzkräfte die eingeklemmte Fahrerin innerhalb kürzester Zeit befreit. Mit Hilfe von hydraulischem Rettungsgerät (Spreitzer und Teleskoprettungszylinder) wurde der gesamte Vorderwagen nach vorn abgekippt und die Person knapp zehn Minuten nach Eintreffen befreit.

Im Rettungswagen wurde die Patientin für den Transport mit dem Hubschrauber vorbereitet. Mit schweren Kopfverletzungen und schweren Verletzungen der unteren Extremitäten wurde die junge Frau schließlich in eine Spezialklinik nach Bielefeld geflogen!

Aufgrund der unklaren Unfallursache und fehlender Zeugen wurde ein Spezialist von der DEKRA angefordert, welcher mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt wurde.

Eingesetzte Fahrzeuge: RW 2, TLF 16/25, ELW 1, LF 16 sowie die FF Grohnde mit TLF 16/24 und LF 8

Einsatzdauer: 2 Stunden

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