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Ein
Mitarbeiter der Firma Logocos in Oldendorf beschädigte durch
eine Unachtsamkeit beim Verladen zwei 200L-Fässer mit dem
Gefahrstoff Fumarylchlorid mit seiner Stapelgabel! Durch den
scharfen Geruch und die Gefahrgutkennzeichnung "ätzend" an den
Fässern zogen sich die Mitarbeiter umgehend zurück und riefen
die Feuerwehr.
Dieses
Szenario hatte sich Kreisausbildungsleiter Kay Leinemann für
eine Alarmübung ausgedacht, die am Mittwoch, den 29. September
gegen 16:45Uhr mit dem Notruf anlief!
Die
zuerst alarmierten Feuerwehren Oldendorf und Salzhemmendorf
erkundeten die Lage und forderten zur Unterstützung die
Gefahrguteinheit Kirchohsen und den ABC-Zug Marienau an. Da
sie über einen Satz Chemikalienschutzanzüge für den
Ersteinsatz verfügen, machten sie sich daran, ein weiteres
Auslaufen des Gefahrstoffs sowie ein Eindringen in die
Kanalisation zu verhindern! Danach warteten sie auf die
Übernahme durch die Kollegen! |

oben wird die Lage erkundet, unten
werden intakte Kanister in Sicherheit gebracht!
Fotos: Dewezet / F.W. Thies |
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das Abpumpen wird vorbereitet -
auf dem linken Faß (oben) sieht man die Abrinnspuren |
Nachdem die Unterstützung eingetroffen war, rüstete diese
umgehend einen Trupp mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) aus!
Drei Einsatzkräfte wurden von Einsatzleiter Frank Wöbbecke,
Kreisbrandmeister und Kreis-Gefahrgutbeauftragter, in die Lage
eingewiesen und über die geplante Vorgehensweise unterrichtet.
In einem Gefahrgut-Außenlager mit zwei Ebenen standen auf der
oberen Ebene die beiden beschädigten Fässer. Die Stapelgabel
steckte noch halb in dem einen Leck. Es trat kein Gefahrgut
mehr aus. Die Fässer waren bis zur Leckage leer gelaufen.
Gruppenführer Michael Niehus, der den ersten CSA-Trupp
leitete, ließ die untere Ebene von weiteren unbeschädigten
Gefahrgut-Behältnissen leerräumen. Die beschädigten Fässer
sollten mit einer Faßpumpe leer gepumpt werden. Dies
scheiterte jedoch daran, dass das lager überdacht war und der
Platz zum Einsetzen der Pumpe nicht reichte. Es musste daher
improvisiert werden: Mit einem flexiblen Saugschlauch und
einer Handmembranpumpe konnte die Flüssigkeit schließlich in
ein Ersatzbehältnis umgefüllt werden |