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Gegen 9Uhr löste eine
Nebelmaschine in der Pausenhalle der Johann-Comenius-Schule in
Kirchohsen die Brandmeldeanlage aus. Der Feueralarm schreckte
Schüler und Lehrkräfte auf. Für sie war es eine Alarmübung,
die nicht vorher angekündigt war. Die Rektorin Frau
Schlesinger hatte zusammen mit Gemeindebrandmeister Willi
Pflughaupt die Vorbereitungen für die Übung getroffen.
In der Zwischenzeit
rückten von der Feuerwehrtechnischen Zentrale Kirchohsen ein
Löschzug der Feuerwehr Kirchohsen sowie ein
Intensivtransportwagen und ein Rettungswagen der
DRK-Rettungswache Emmerthal zur Schule aus. Um jedoch keine
weitere Panik (z.B. bei Eltern oder Angehörigen) auszulösen,
verzichtete man auf ein Anrücken mit Blaulicht und
Martinshorn.
Beim Eintreffen der
Einsatzkräfte war die Räumung der Schule bereits weitgehend
abgeschlossen. Die Einsatzkräfte konnten sich darauf
beschränken, die betroffenen Bereiche zu kontrollieren.
Ein "Löschangriff" wurde zunächst nicht durchgeführt, weil man
den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geben wollte,
hierbei zuzusehen. Vom Sammelplatz hinter der Schule hätte man
jedoch nichts sehen können.
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Fotos: Uwe Bosselmann |
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Daher gab Frau Schlesinger per Megaphon ein kurzes Statement
und entließ dann alle Kinder vom Sammelplatz, so dass sie sich
von der Arbeit der Einsatzkräfte überzeugen konnten.
Kommentiert vom Gemeindebrandmeister begab sich schließlich
ein Trupp mit Atemschutz in das Gebäude, ein weiterer nahm ein
Strahlrohr in Stellung. Im Anschluß wurde der "Disco-Nebel"
mit dem Hochleistungslüfter aus dem Schulgebäude geblasen.
Das Übungsziel wurde in angemessener Zeit erreicht. Die sehr
wichtige Vollzähligkeitsprüfung auf dem Sammelplatz hat
hervorragend funktioniert, Frau Schlesinger konnte schnell
melden, dass alle anwesenden Schüler am Sammelplatz
eingetroffen waren. Als Problem stellte sich
lediglich heraus, dass eine Klasse offiziell noch gar keinen
Schulbeginn hatte, aber einige Schüler dieser Klasse aufgrund
schlechter Busverbindungen bereits anwesend waren. Es hatte
sich zwar keiner dieser Schüler mehr im Gefahrenbereich
befunden, aber wenn doch, wäre dies bei der
Vollständigkeitsprüfung nicht aufgefallen. Die Schulleitung
hat das Problem erkannt und wird sich mit Lösungsmöglichkeiten
auseinandersetzen. Da jedoch eine Übung zu dem Zweck gemacht
wird, eventuelle Schwachstellen aufzudecken, und es keine
"Opfer" gab, kann die Übung durchaus als "erfolgreich"
bezeichnet werden. |