Acht neue Bootsführer in Kirchohsen

Der "Sportbootführerschein Binnen Motor" war das Ziel, welches sich insgesamt 26 Einsatzkräfte aus den drei Weserorten Kirchohsen, Hameln und Großenwieden im September gesteckt hatten.
Die Feuerwehren der drei Orte verfügen über Boote, um Einsätze auf der Weser bewältigen zu können. Da diese nur mit dem Sportbootführerschein geführt werden dürfen, und alle drei Feuerwehren Nachwuchs an Bootsführern benötigten, taten sie sich zusammen und paukten unter der Leitung von Dirk Machinia (Zugführer des IV. Zuges der Feuerwehr Hameln) an neun Abenden das Einmaleins der Binnenschifffahrt im Unterrichtsraum der Feuerwehr Hameln.

Die praktische Ausbildung der Kirchohsener Führerscheinbewerber übernahm Gruppenführer Thomas Jordan.
Die elf Hamelner und sieben Großenwiedener Kameraden wurden in der Praxis ebenfalls von Dirk Machinia unterrichtet.

Schilder und Lichtzeichen, die man noch nie gesehen hat, Seemannsknoten die auf dem Papier aussehen wie ein großes Knäuel, so manches komplizierte Fahrmanöver und Fragebögen, die nicht zum Ankreuzen sind sondern alle in Textform beantwortet werden müssen, trieben den meisten Führerscheinneulingen so manche Schweißperle auf die Stirn.

Am Samstag, den 22. Oktober 2005 war es dann soweit: Vor dem Prüfungsausschuss des Deutschen Motoryachtverbandes legten die Bewerber die theoretische und die praktische Prüfung ab. Unter den Augen der Prüfer mussten sie zwei Fragebögen ausfüllen, fünf Seemannsknoten und einige Fahrmanöver zeigen.
Am Mittag stand dann das Ergebnis fest: ALLE Prüflinge haben die Prüfung bestanden!

Die Erleichterung war dann wirklich allen anzusehen und so konnte man sich die Bratwürstchen mit Kartoffelsalat, die die Feuerwehr Großenwieden gespendet hatte, denn auch schmecken lassen.


hinten von links: Michael Hüsing, Matthias Hüsing, Jan Bäker, Domenique Langhorst, Sascha Meyer, Michael Niehus, Frederick Woltemate, Mike Hühnerbein
vorne: Thomas Jordan

Unser herzlicher Dank gilt allen, die diesen Lehrgang möglich gemacht haben, allen voran Dirk Machinia, der uns den teils trockenen Stoff wirklich interessant näher brachte und immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte hatte, sowie Thomas Jordan, der jede Woche an drei Tagen für unsere praktische Ausbildung zur Verfügung stand und dem die Ausbildung, obwohl er das Boot jetzt erstmal nicht mehr sehen kann, sichtlich Spaß gemacht hat. Und last but not least Wilfried Eldracher, der sich (nicht nur am Samstag) um unser leibliches Wohl gekümmert hat.